Die Geschäftsführer Wolfgang Stöhr (li.) und Helmut Schreiner (re.) sind wegen des Saisonstarts voll beschäftigt.Huss

Achenseebahn ab April mit Volldampf unterwegs

Die traditionsreiche Achenseebahn wird ab 30. April wieder mit Volldampf unterwegs sein. Die Frischzellenkur ist nämlich abgeschlossen.

JENBACH/ACHENTAL Im Jahr 2021 tat sich so einiges bei der Achenseebahn: Arbeiter erneuerten Schienen, Schwellen und Gleisschotter in einer Länge von etwas mehr als einem Kilometer. "Das hat die Flachstecke von der Haltestelle Eben bis zum Endbahnhof Seespitz betroffen", sagt Helmut Schreiner, der als Geschäftsführer der Achenseebahn für Technik und Betrieb zuständig ist. Die alten, mit Teeröl getränkten Holzschwellen waren Sondermüll, günstigere Betonschwellen wurden eingebaut. Dazu kam, dass die Bahn auf einer Länge von vier Kilometern unter Denkmalschutz steht. Viele Auflagen musste man erfüllen. Zwei Millionen EURO nahm man in die Hand.

Start Ende April

"Es müssen auch die Lokomotiven auf Vordermann gebracht werden", sagt Wolfgang Stöhr, Geschäftsführer für Finanzen und Administration. Derzeit finden an einer Lok und den Waggons noch letzte Arbeiten statt. "Auf alle Fälle starten wir am 30. April", sagt Stöhr. Die anderen Lokomotiven werden im Laufe des Jahres wieder in den Dienst gestellt. Die Dampfrösser schlucken "hochwertige, schwefelarme Kohle, die nur Ruß, aber keinen Feinstaub produziert", sagt Schreiner. Eine Tonne schlägt sich mit etwa 450 EURO zu Buche, bei einer Berg- und Talfahrt verschlingt die Lok etwa 400 Kilo. Seit 2020 ist die Bahn eine GesmbH, die zu 60 Prozent dem Land Tirol, zu 20 Prozent der Zillertalbahn und zu 20 Prozent den Gemeinden Jenbach, Achenkirch und Eben gehört.


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