Pfarrer Josef Angerer hat einer Familie in Tirol vor 10 Jahren 3.500,– EURO geliehen. Da man ihm das Geld nie zurückgab, hat er nun einen Notar eingeschalten...

Pfarrer gibt Namen dem Notar

Die Unterländer Familie, der Pfarrer Josef Angerer 3.500,– EURO geliehen hat, sollte das Geld zurückgeben. Bisher Fehlanzeige. Jetzt gab er die Namen seinem Notar.

TIROL Josef Angerer, Pfarrer im Ruhestand, bat in der Weihnachts-Ausgabe: "Die Unterländer Familie, der ich vor etwa 10 Jahren 3.500,- EURO geliehen habe, soll mir das endlich zurückgeben. Ich möchte das Geld für Südamerika spenden!"

Aufruf ohne Erfolg

Der Aufruf blieb bisher leider ohne Erfolg. Josef Auer hat der Familie sogar den entsprechenden Zeitungs-Artikel mit der Post zugesandt. "Sie sollen nicht sagen, sie hätten von nichts gewusst", sagt Angerer... Leider hat sich dennoch niemand bei ihm gemeldet.

Notar eingeschalten

Nun hat sich Josef Angerer an einen Notar gewandt. "Der Notar hat jetzt einen Brief an die Familie gerichtet. Wir haben als Kontonummer das Konto der Pfarre angegeben, um zu dokumentieren, dass es hier nicht um Geld für mich selbst geht", erklärt Angerer. Zur Erinnerung: Als ihm die Unterländer Familie nach seiner Rückkehr aus Peru erzählte, dass man eine teure Anschaffung machen müsste – und dafür noch 3.500,- EURO fehlen, hat Angerer ausgeholfen: Er lieh der Familie den fehlenden Betrag. "Ich kannte die Leute bereits länger persönlich. Daher habe ich auf die Rückgabe des Geldes vertraut...", sagt Angerer.

"Keine armen Leute..."

Mehrmals hat er in den letzten Jahren Kontakt zur Familie aufgenommen und um Rückgabe des Geldes ersucht. Leider ohne Erfolg. Er würde auch gar nicht um Rückgabe bitten, wenn es sich um arme Leute handeln würde. Aber es handelt sich um eine Familie mitten in der Gesellschaft, offenbar beide Partner berufstätig. Die Familie fährt ein schönes Marken-Auto...


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