Erste Ergebnisse der Herdenschutz-Pilotprojekte: Zu teuer und personell in Tirol unmöglich umsetzbar!unsplash.com

Almen: 220.000,– EURO Schaden durch Raubtiere

Auf Tirols Almen ist die Zahl der Nutztier-Risse und der vermissten Tiere 2021 mit 619 Fällen massiv gestiegen. Die ersten Ergebnisse von Herdenschutz-Projekten zeigen: Das kann man sich abschminken. Einerseits fehlt das Personal, andererseits sind die Kosten enorm.

TIROL Der Jahresbericht 2021 des Landes Tirol über Bär-Wolf-Luchs und Goldschakal listet 619 tote und vermisste Almtiere auf. Eine Verdoppelung gegenüber 2020. 14 verschiedene Wölfe und drei verschiedene Bären wurden 2021 in Tirol nachgewiesen. Sieben Mal wurde ein Luchs bestätigt. Vier Mal ergab die DNA-Analyse einen Goldschakal.

220.000,– EURO Schaden!

Die Raubtier-Bilanz 2021 ist alles andere als "rosig": 378 tote Schafe, Ziegen und ein Rind, sowie etliche verletzte Tiere... Rund 190 Mal sind Sachverständige ausgerückt und haben Rissbeurteilungen durchgeführt. Aufgrund von unmittelbar drohender Gefahr wurden außerdem rund 2.300 Nutztiere vorzeitig von den Almen abgetrieben. Der Schaden beläuft sich in Summe auf über 220.000,– EURO!

Herdenschutz unfinanzierbar

Erste Erkenntnisse aus den Herdenschutz-Projekten: Die Kosten der Alpung steigen damit um über 400 Prozent. Zudem hat das Einzäunen Auswirkungen auf Fresszeiten, Gewichtsentwicklung und Krankheits-Übertragung. Dazu LHStv Josef Geisler (ÖVP): "Hirten sind ein Mangelberuf und im gesamten Alpenraum rar gesät. Man bräuchte hier auf den 400 Tiroler Schafalmen Hunderte Hirten, die es schlicht und ergreifend nicht gibt!"


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