Phillip Larch ist seit 2016 Schutzbeauftragter der Kramsacher Loar.

Kramsach Loar: 423 Schmetterlingsarten

In der Kramsacher Loar "wuselt" es: Während der letzten Arten-Erhebung des Naherholungs-Gebietes wurden unter anderem 423 Schmetterlingsarten nachgewiesen.

KRAMSACH Bereits in den letztjährigen Kramsach-Seiten des ROFAN-KURIER wurde über das "Naturschutzgebiet um's Eck", die Kramsacher Loar berichtet. Nun erreichen uns neue Zahlen. Nach neusten Erhebungen ist klar, dass die Loar noch mehr Arten als bisher angenommen, beheimatet.

423 Schmetterlingsarten

Letztes Jahr erklärte der Schutzbeauftragte der Loar, Phillip Larch, noch, dass es ein "bemerkenswertes" Vorkommen an Schmetterlingen und Motten gebe - 233 verschiedenen Art beheimatete die Loar nach damaligen Stand. Nach neusten Erhebungen wurden nun 423 Schmetterlingsarten in der Loar nachgewiesen – 41 Tag- und 382 Nachtfalter.
Darunter befinden sich 69 Arten, die auf der "roten Liste für Vorarlberg stehen" – "für Tirol gibt es keine eigene Liste, deshalb orientiert man sich an der aus Vorarlberg", erklärt Larch. Zwei der nachgewiesenen Arten, die "Lungenenzian Federmotte" und der Zünsler "Eudonia pallida" sind sogar vom Aussterben bedroht.
Neben den Schmetterlingen ist vor allem noch der Artenreichtum an Heuschrecken und Libellen bemerkenswert.

Bei den Heuschrecken wurden im Beobachtungs-Zeitraum der aktuellen Studie 12 Arten gefunden, davon sind acht auf der roten Liste der Heuschrecken Tirols und eine Art, die Große Goldschrecke, vom Aussterben bedroht. Bei den Libellen wurden 17 Arten beobachtet, darunter auch einige stark Gefährdete.
Die Kramsacher Loar ist ein intaktes und lebewesen-reiches Naherholungsgebiet – unverzichtbar für viele Tier- und Pflanzenarten.