Auch Dietmar war vom CUPRA BORN begeistert: "Man steigt ein und fühlt sich wohl."

CUPRA BORN im Test: Der bessere „GTI“?

Der ROFAN-KURIER hat kürzlich dem neuen CUPRA BORN (mit weichem "B") unter die Schürze geschaut. Dort gab es zugegeben nicht so viel zu sehen. Dafür im Test umso mehr zu "er-fahren"!

ÖSTEREICH/TIROL Wenn man den CUPRA BORN mit einem einzigen Wort oder Grunzlaut beschreiben müsste, wäre das schlicht und ergreifend … "Boah!"

Bei der Optik des CUPRA (eine Untermarke von SEAT und Teil des VW-Konzerns) haben sich die Designer ganz offensichtlich so richtig ausspinnen können. Und die Markenleitung hat sie gelassen! Was dabei herausgekommen ist, ist ein E-Flitzer der Kompakt-Klasse, bei dem der erste Eindruck schon ordentlich Dampf macht. Aggressives und zugleich detailreiches Karosserie-Design, das bullige Sportlichkeit ausstrahlt. Alles zusammen aufgebaut auf der Elektro-Plattform des VW-Konzerns, was Kosten spart. Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen: Die Optik hat uns im Test gefallen. Aber wie steht es um die "inneren Werte"?

Der Kofferraum des CUPRA BORN ist mit 385 Litern exakt genauso groß, wie der im VW ID.3.

So fährt sich der BORN

Unter dem Hintern hatten wir im Test die 204-PS-Variante des CUPRA BORN – mit Heckantrieb. Ein relativ tiefes Fahrwerk, in Verbindung mit tiefem Schwerpunkt und (für ein E-Auto) annehmbar wenig Gewicht verspricht das vor allem eines: Spaß! Schon klar… Der BORN bringt trotzdem über 1.800 kg auf die Waage. Aber hey: Er ist nicht übergewichtig. Er hat nur schwere Knochen! Und er ist damit immer noch ein paar 100 kg leichter als manch anderer seiner E-Genossen im ROKU-Test... Fast wäre der Handling-Test ins Wasser gefallen. Oder besser… den Kolonnen von deutschen Touristen auf ihrem Weg in den Süden zum Opfer gefallen, die sich am schönen Mai-Wochenende als Mautflüchtlinge durch Tirol gequetscht haben, immer brav auf die Umgebung achtend, gefühlt 20 km/h unter dem Tempo-Limit... Schließlich haben wir dann doch eine Bergstrecke ohne Touristen für den BORN gefunden! Und während sich die 19-Zöller froh den Berg hinauf quietschen, beweist der CUPRA, dass er hält. Auch ohne Drei-Wetter-Taft. Dank elektronischer Helferlein in der Fahrwerks-Kontrolle. Diese Helfer sind wohl auch der Grund, warum der BORN trotz Heckantrieb in den engen Kehren der Bergstraßen unter Dampf etwas zum Untersteuern neigt.

Der Bildschirm beim Cupra Born versorgt den Fahrer während der Fahrt mit vielen Informationen.

Technische Details

Der CUPRA BORN ist das Gegenstück zum VW ID.3 und baut auf dessen Technik auf. Das merkt man auch an der eigenwilligen Schaltung rechts neben dem Lenkrad. Wie beim ID.3 sind die zu wischenden Tasten-Elemente gewöhnungsbedürftig.
Den CUPRA BORN gab es ursprünglich in drei Akkugrößen, wovon die 45 kWh-Variante in Österreich gar nicht angeboten wird. Gut so... Denn für ein paar Tausender mehr gibt es den BORN mit 58 kWh oder 77 kWh-Akku. Beide Akku-Varianten können entweder mit dem 204-PS-Motor oder dem 231-PS-Elektro-Boost bestellt werden. Mit dem "Großen Akku" soll der BORN bis zu 547 km Reichweite schaffen. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt, den Sprint von 0-100 km/h schafft die Standard-Version mit 204 PS in 7,3 Sekunden, die E-Boost-Ausführung in 6,6 Sekunden. Falls es ihn noch wo gibt: Auf einen BORN mit dem kleinsten Akku (45 kWh) sollte man verzichten, außer er passt wirklich zum individuellen Einsatz-Bereich. Der Basis-BORN kann an der 11 kW-Kraftstromdose nur mit 7,2 kW laden, am Schnell-Lader nur mit 50 kW…

Der CUPRA BORN baut auf die Technik des VW ID.3 auf, das merkt man auch an der eigenwilligen Schaltung rechts neben dem Lenkrad.

Ganz auf ÖKO...

Der Kofferraum ist mit 385 Litern exakt genauso groß, wie der im ID.3 von VW. Einen Frunk (also den kleinen Kofferraum unter der Vorderhaube) gibt es nicht. Für viele ist ein Elektro-Auto ja schon Öko genug. Für CUPRA nicht: Die Marke wirbt damit, dass das CO2, das bei der Produktion des Fahrzeuges ausgestoßen wird, durch Kompensations-Maßnahmen wieder eingespart wird. Zudem sind die Sitzbezüge aus ... man höre: Plastikmüll aus dem Meer. Kein Witz.

Das Heck des Cupra Born.

Preis, Garantie, Fazit

Die Basis-Version startet bei 41.900,– EURO brutto. Garantie: 5 Jahre und 100.000 km. ROKU-Fazit: Hammer Auto, heiße Optik, gut abgestimmt! Die Wisch-Bedienung aus dem VW... gewöhnungsbedürftig. Und bitte Lordosen-Stütze als Basis-Ausstattung einführen...

Der Cupra Born macht auch von der Seite eine gute Figur!

Autor: Mag. Christian Mück, Rechte: MP MEDIA & POWER GmbH - ROFAN-KURIER

Infos: https://www.automuehlbacher.at/
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/cupra/cupra-el-born/
https://www.cupraofficial.at/cupra/cupra-born/cupra-born?gclid=Cj0KCQjw1tGUBhDXARIsAIJx01lWEFD-59XD_yZVhcwe1im1mrm1WT7MlvIki1KrcJ6mP1-LuDgT-MAaAojXEALw_wcB


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