VW startet mit dem ID.3 eine eigene Elektro-Plattform. Der ID.4 wird bald folgen...

ID.3: Der (G)olf im E-Pelz

Der ROFAN-KURIER testet im Lock-Down einen weiteren Elektro-Flitzer: Den Volkswagen ID.3! Er entspricht ganz der VW-Strategie, in den nächsten Jahren den meisten Verbrennungs-Fahrzeugen ein elektrisches Gegenstück zur Seite zu stellen.

ÖSTERREICH Man kann ihn ruhig einen (G)olf im E-Pelz nennen, den neuen elektrischen VW ID.3. Der neue E-VW ist dabei auf der neuen Elektro-Plattform von Volkswagen aufgebaut, weitere Modelle sollen folgen. Wie stolz man bei VW auf das erste Fahrzeug auf Basis der neuen, modularen Elektro-Bauweise ist, sieht man am ID.3 gleich: Ein "1st" für das englische "first" hat man ihm als Zusatz verpasst. First. Der Erste. Sicher nicht der letzte …
Wie üblich haben wir uns für den Test des ID.3 anständig Zeit genommen – und wieder einmal erwischt es eines der von uns getesteten Elektro-Fahrzeuge im Spätherbst: Auch für den ID.3 also "verschärfte Bedingungen" und Schlafen im Freien bei Minusgraden…

Der Volks-Golf von morgen – mit Heck-Antrieb!

Volkswagen möchte künftig zu beinahe allen gängigen Modellen auch ein Gegenstück in Elektro anbieten. Der ID.3 ist dabei wohl der neue Golf. Oder besser: Der ID.3 hat in etwa die Abmessungen eines VW-Golf Sports-Van. Die Optik ist dennoch kompakt und sportlich, obwohl der Radstand beinahe so lang ist, wie jener des VW-Passat.

Der Kofferraum ist aber größer als beim Golf: 385 Liter fasst er, 1.267 Liter bei umgeklappter Rückbank.

Wo sind die Knöpfe hin?

Nur noch für die Spiegel und die Fensterheber gibt es kleine Knöpfe. Ansonsten war's das mit Bedien-Elementen. Wer die hinteren Fenster von vorne bedienen möchte, muss zuerst auf "Rear" umschalten (für "hinten"). Dann funktionieren die zwei Fenster-Tasten auch für den hinteren Bereich.

Im Cockpit des ID.3 setzt Volkswagen fast ausschließlich auf Touch-sensitive Tasten. Knöpfe gibt es nur noch für die Fensterheber und die Spiegel.

Und einen "Gang-Hebel" gibt es noch. Und zwar rechts oben am Lenkrad – der erinnert stark an den Gang-Schaltung des i3 von BMW, auch in der Funktion. Die Bedienung ist ähnlich dem Golf 8 und kann teilweise über Sprachsteuerung erfolgen. Mit "hey ID" spricht man das Auto an… Wie beim E-Pionier TESLA werden Updates nun über Nacht "over the air" eingespielt.

Licht-Effekte

Was beim ID.3 auffällt, sind die tollen Licht-Effekte im Innenraum, die so genannte "Ambiente-Beleuchtung". Damit aber nicht genug: Wer das Aufblend-Licht einschaltet, erlebt einen weiteren Aha-Effekt: Der Lichtkegel baut sich im Zentrum des Fahrzeuges auf – und wächst dann erst in die Breite, bis alles schön ausgeleuchtet ist. Und: Das Aufblend-Licht kann sogar vor einem fahrende Fahrzeuge ausnehmen: Der Lichtkegel ist dann in der Mitte gedimmt, neben dem Fahrzeug wird aber ausgeleuchtet.

Die Form des Hecks und die Rückleuchten erinnern etwas an den VW Golf.

Technik

Für die einen "wow", für die anderen eher weniger erfreulich, gibt es den ID.3 auch mit einer "Alexa-Funktion". An Technik gibt es ansonsten fast alles, was das Herz begehrt: Aktiver Fahrspur-Assistent, Abstands-Radar, Rundum-Überwachung beim Einparken, Internet-Radio, Sprachsteuerung und einen großen Touch-Screen...

Fakten-Check:
Gewicht: 1,7 Tonnen
Leistung: 150 ooder 204 PS
Drehmoment: 310 Newtonmeter (204 PS)
Akku: 58 KWh (je nach Variante)
WLTP-Reichweite: 330 oder 420 oder 550 Kilometer (je nach Variante).
Ladezeit: ca. 6 h bei 11 kW
V-Max: 160 km/h
Sitze: 5
Kofferraum: 385/1.267 Liter
Preis: Ab ca. 34.000,– EURO.

Der neue VW ID.3 kann aktuell bei einigen VW-Händlern, etwa beim Autohaus Strasser in Reith/St. Gertraudi, Probe gefahren werden.


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